Der, die, den, dem — die vier Fälle

Man muss nicht jedes Wort auswendig lernen. Es gibt vier Fälle, jeder hat seine eigene Frage. Wenn du die Frage kennst, kommt der Artikel fast von allein. Unten stehen die Tabellen, die zwei Listen, die man wirklich braucht, und 40 Übungssätze aus Küche, Amt und Alltag.

1. Nominativ

Wer oder was macht etwas?
derdiedasdie (Plural)
Der Koch arbeitet. · Die Frau wartet. · Das Kind schläft.

Hinglish: jo kaam kar raha hai. Artikel bilkul waise hi jaise dictionary me likha hai.

2. Akkusativ

Wen oder was?
dendiedasdie (Plural)
Ich sehe den Koch. · Ich lese die Zeitung. · Ich kaufe das Brot.

Hinglish: kis-ko dekh raha hoon. Sabse bada shortcut — sirf der → den badalta hai. die, das aur Plural bilkul same rehte hain. Yaani 75% kaam pehle se ho chuka hai.

3. Dativ

Wem?
demderdemden + n
Ich helfe dem Koch. · Ich gebe der Frau das Messer. · Das schmeckt den Gästen.

Hinglish: kis-ko de raha hoon, kis-ki madad kar raha hoon. Achtung: im Plural bekommt auch das Nomen ein n — den Gästen, den Kindern, den Kollegen.

4. Genitiv

Wessen?
des + sderdes + sder
Das Auto des Chefs. · Die Tür der Wohnung.

Hinglish: kis-ka. Ye likhne me zyada aata hai, bolne me log aksar „von dem Chef“ keh dete hain. Isliye ise sabse aakhir me seekho.

Alles in einer Tabelle

Nach rechts wischen, wenn die Tabelle nicht ganz aufs Display passt.

FallmaskulinfemininneutralPlural
Nominativ (wer?)derdiedasdie
Akkusativ (wen?)dendiedasdie
Dativ (wem?)demderdemden +n
Genitiv (wessen?)des +sderdes +sder

Und ein / eine / kein / mein?

Die gleichen Endungen, nur vorne steht ein anderes Wort. Wer den sagt, sagt einen, keinen, meinen.

Fallmaskulinfemininneutral
Nominativeineineein
Akkusativeineneineein
Dativeinemeinereinem
Ich habe einen Termin. · Ich brauche eine Pause. · Ich komme mit einem Freund.

Wenn du nur eine Sache mitnimmst:

Frag dich wer? — dann Nominativ. Frag dich wen? — dann Akkusativ, und nur der wird zu den. Frag dich wem? — dann Dativ, und dort steht fast immer dem oder der.

Warum die Fälle so schwer wirken

In vielen Sprachen ändert sich das Wort für der nie. Im Deutschen ändert es sich, je nachdem welche Rolle das Wort im Satz hat. Genau das ist der Grund, warum man am Anfang so oft danebenliegt — nicht fehlender Wortschatz, sondern die Rolle im Satz.

Die gute Nachricht: die Rollen sind nur vier, und im Alltag brauchst du im Grunde drei. Genitiv kommt in Briefen und Verträgen vor, im Gespräch fast nie. Wenn du Nominativ, Akkusativ und Dativ sicher hast, verstehen dich alle.

Noch etwas hilft mehr als jede Tabelle: lerne jedes neue Nomen sofort mit Artikel. Also nicht Tisch, sondern der Tisch. Nicht Rechnung, sondern die Rechnung. Wer den Artikel kennt, kann die Fälle bilden. Wer ihn nicht kennt, rät bei jedem Satz neu.

Häufige Fragen

Muss ich alle vier Fälle können, um verstanden zu werden?

Nein. Mit Nominativ, Akkusativ und Dativ kommst du im Alltag durch. Fehler bei den Fällen führen fast nie zu Missverständnissen — man hört sie, aber jeder versteht dich trotzdem. Sprich lieber mit Fehlern als gar nicht.

Wann heißt es den und wann dem?

Den steht beim Akkusativ, also bei der Frage wen? — ich sehe den Koch. Dem steht beim Dativ, also bei der Frage wem? — ich helfe dem Koch. Wenn eine der Präpositionen aus, bei, mit, nach, seit, von, zu davorsteht, ist es immer dem oder der.

Warum heißt es einmal in die Küche und einmal in der Küche?

Weil in zu den neun Wörtern gehört, die beides können. Bewegst du dich dorthin, kommt der Akkusativ: ich gehe in die Küche. Bist du schon da, kommt der Dativ: ich arbeite in der Küche.

Was ist der schnellste Weg, die Artikel zu lernen?

Neue Wörter immer mit Artikel und Plural aufschreiben und laut sprechen, und die Wörter aus deinem eigenen Alltag zuerst nehmen — Küche, Amt, Wohnung, Arztpraxis. Wörter, die du jeden Tag brauchst, bleiben viel schneller hängen als Listen aus einem Buch.

Brauche ich den Genitiv im Gespräch?

Kaum. Im gesprochenen Deutsch sagen viele das Auto von dem Chef statt das Auto des Chefs. In Briefen, Verträgen und Behördentexten liest du ihn aber ständig, deshalb solltest du ihn wenigstens erkennen.

Kostet diese Seite etwas oder brauche ich ein Konto?

Nein. Die Seite ist kostenlos, es gibt keine Anmeldung, und dein Übungsstand bleibt nur in deinem eigenen Browser.

Weiter üben