💸 Geld nach Hause schicken
Fast jeder von uns schickt Geld nach Hause — jeden Monat, oft jahrelang. Genau deshalb lohnt es sich, einmal richtig hinzuschauen. Bei 300 € im Monat sind 4 % Unterschied über 60 € im Jahr.
⚖️ Keine Rechtsberatung — allgemeine Informationen
Wir vergleichen hier keine Live-Kurse und empfehlen keinen bestimmten Anbieter. Kurse und Gebühren ändern sich täglich — prüfe immer selbst, direkt vor der Überweisung. Stand: Juli 2026.
Die Kosten stecken nicht in der Gebühr
Das ist der wichtigste Satz auf dieser Seite: viele Anbieter werben mit „0 € Gebühr" und verdienen am Wechselkurs.
Ein Beispiel, wie es funktioniert: der echte Kurs steht bei 1 € = 100. Der Anbieter rechnet aber mit 96 und sagt, die Überweisung sei kostenlos. Bei 300 € fehlen dem Empfänger 1.200 — und in der Rechnung stand nirgends eine Gebühr.
Deshalb gilt immer nur eine Zahl: wie viel kommt beim Empfänger an? Nicht die Gebühr, nicht der Prozentsatz — der Endbetrag.
Banken sind hier fast immer am teuersten: erst eine Gebühr, dann noch ein Aufschlag auf den Kurs. Für regelmäßige Überweisungen nach Hause ist die Hausbank selten die richtige Wahl.
So vergleichst du in zwei Minuten
1. Such bei Google nach deinem Währungspaar, zum Beispiel „EUR INR". Der Kurs, den Google zeigt, ist der echte Mittelkurs — die Messlatte.
2. Öffne zwei oder drei Anbieter und gib denselben Betrag ein.
3. Vergleiche nur eine Zahl: „Empfänger erhält …"
4. Achte darauf, dass die Zahlungsart gleich ist — Zahlung per Banküberweisung ist fast immer günstiger als per Kreditkarte.
💡 Mach das nicht einmal, sondern ab und zu neu. Die Anbieter ändern ihre Kurse ständig, und wer letztes Jahr am besten war, muss es heute nicht sein.
🏦 Welche Anbieter gibt es?
Keine Empfehlung, sondern eine Übersicht. Welcher bei deinem Betrag und deinem Land am besten ist, zeigt nur der Vergleich im Moment der Überweisung.
Wise
Echter Mittelkurs, keine versteckte Marge
Rechnet mit dem Kurs, den du bei Google siehst, und zeigt die Gebühr offen an. Dadurch ist am Ende meist am meisten beim Empfänger. Gut für regelmäßige und größere Beträge.
Remitly
Speziell für Überweisungen nach Hause
Auf genau diesen Zweck gebaut und in unserer Community weit verbreitet. Zwei Geschwindigkeiten: die günstige braucht ein bis zwei Tage, die schnelle ist in Minuten da und kostet mehr.
⚠️ Der besonders gute Kurs gilt oft nur für die erste Überweisung. Schau vor der zweiten, wie der normale Kurs aussieht.
Xe
Lange am Markt, viele Länder
Solider Anbieter mit großer Reichweite. Lohnt sich mitzuvergleichen, gewinnt aber nicht immer.
TransferGo
Aus Europa, oft günstig
Besonders für kleinere Beträge häufig konkurrenzfähig.
Western Union / MoneyGram
Bargeld-Abholung, auch ohne Bankkonto
Der Empfänger kann das Geld bar in einer Filiale abholen — praktisch, wenn er kein Konto hat oder auf dem Dorf lebt.
⚠️ Für Überweisungen auf ein Bankkonto meist deutlich teurer als die digitalen Anbieter. Nimm es, wenn Bargeld nötig ist — nicht aus Gewohnheit.
Was du für die Überweisung brauchst
Von dir: Ausweis oder Pass zur Verifizierung (einmalig), und ein deutsches Bankkonto — so bekommst du eins.
Vom Empfänger — bei Überweisung aufs Bankkonto:
• Vollständiger Name, genau wie auf dem Konto
• Kontonummer
• Bank und Filiale
• Für Indien zusätzlich: IFSC-Code
• Manchmal Adresse und Telefonnummer
Ein Buchstabe falsch im Namen, und die Überweisung kommt zurück — oft mit Gebühr. Lass dir die Daten schicken und tippe sie nicht aus dem Gedächtnis.
Schneller oder günstiger — beides geht selten
• Bank zu Bank, normale Geschwindigkeit — am günstigsten, ein bis zwei Tage
• Express — in Minuten da, kostet spürbar mehr
• Bargeld-Abholung — teuerste Variante, aber die einzige, wenn der Empfänger kein Konto hat
• Zahlung per Kreditkarte — schneller beim Anbieter, aber teurer als per Banküberweisung
Wenn es nicht eilt, nimm die langsame Variante. Ein Tag Wartezeit ist oft mehrere Euro wert.
Vorsicht — hier wird viel betrogen
Schick niemals Geld an jemanden, den du nicht persönlich kennst. Geldtransfer ist bei Betrügern beliebt, weil das Geld nach der Abholung weg ist und sich nicht zurückholen lässt.
Typische Fälle, in denen jemand dich um eine Überweisung bittet:
• Eine Wohnung, die du nie gesehen hast
• Ein „Arbeitgeber", der eine Gebühr für den Job oder das Visum will
• Jemand, der sich als Familienmitglied in Not ausgibt
• Eine Online-Bekanntschaft, die noch nie per Video zu sehen war
Ein seriöser Arbeitgeber und ein seriöser Vermieter verlangen niemals eine Geldüberweisung vorab.
Und achte darauf, dass der Anbieter in der EU zugelassen ist. Wise, Remitly und die anderen hier stehen unter Aufsicht. Wer dir per WhatsApp einen „besseren Kurs" anbietet, steht unter gar keiner.
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