Jobbörsen — wo finde ich Arbeit in Deutschland?
Viele Leute suchen an einer einzigen Stelle und finden nichts. In Wahrheit liegen die Stellen auf ganz verschiedenen Seiten: Küchen- und Lagerjobs stehen woanders als Bürojobs.
Hier steht, welche Seite wofür gut ist, welche Suchwörter funktionieren und woran du eine unseriöse Anzeige erkennst. Alle Seiten unten sind kostenlos für Bewerber.
Die wichtigsten Seiten
Mit diesen drei findest du die meisten Stellen. Wenn du wenig Zeit hast, schau nur hier.
Bundesagentur für Arbeit
Die offizielle Jobbörse vom Staat und die größte in Deutschland. Hier melden auch kleine Betriebe ihre Stellen, weil es für sie nichts kostet. Wenn du beim Jobcenter oder Arbeitsamt gemeldet bist, schaut dein Berater in genau diese Datenbank — deine Bewerbungen von hier zählen als Nachweis der Eigenbemühungen.
Zur JobsucheKleinanzeigen
Unterschätzt, aber für unsere Community oft die beste Seite. Restaurants, Reinigungsfirmen, Lager und kleine Handwerksbetriebe inserieren hier, weil es schnell und billig ist. Die Anzeigen sind kurz, du kannst direkt schreiben oder anrufen, und oft geht es ohne langen Lebenslauf. Sortiere nach „Neueste" und melde dich am selben Tag.
Jobs ansehenIndeed
Sammelt Anzeigen von vielen anderen Seiten an einem Ort, deshalb die größte Auswahl. Die Filter sind gut: Umkreis, Gehalt, Vollzeit oder Minijob. Praktisch ist der E-Mail-Alarm — du speicherst eine Suche und bekommst neue Stellen automatisch zugeschickt.
Zu IndeedSpeziell für Gastronomie und Küche
Wenn du Koch, Küchenhilfe oder Service suchst, lohnt sich eine Seite, die nur diese Branche hat.
Hogapage
Stellenmarkt nur für Hotel und Gastronomie. Weniger Anzeigen als bei Indeed, aber alle passen zu dir — Koch, Küchenhilfe, Spüler, Service, Zimmermädchen. Viele Hotels suchen hier für die ganze Saison.
Zu HogapageZeitarbeit — wenn es schnell gehen muss
Zeitarbeitsfirmen stellen dich an und schicken dich zu Betrieben. Du bekommst oft innerhalb weniger Tage Arbeit. Der Lohn ist meist niedriger als bei einer Festanstellung, aber viele werden später vom Betrieb direkt übernommen. Eine seriöse Zeitarbeitsfirma verlangt von dir niemals Geld.
Randstad
Eine der größten Zeitarbeitsfirmen in Deutschland, mit Büros in fast jeder Stadt. Viel Lager, Produktion und Logistik.
Zu RandstadAdecco
Ähnlich wie Randstad, ebenfalls bundesweit. Lohnt sich, bei zwei oder drei Firmen gleichzeitig ein Profil anzulegen.
Zu AdeccoWeitere Seiten
StepStone
Mehr Büro-, Technik- und Fachkräftestellen. Sinnvoll, wenn du eine anerkannte Ausbildung oder ein Studium hast.
Zu StepStonemeinestadt.de
Sortiert Stellen nach Stadt. Gut, wenn du nur in deiner Nähe arbeiten willst und keine langen Fahrtwege bezahlen möchtest.
Zu meinestadt.deVor allem Bürojobs und internationale Firmen. Viele Anzeigen sind auf Englisch, das hilft, wenn dein Deutsch noch nicht sicher ist.
Zu LinkedInMinijob-Zentrale
Keine Jobbörse, sondern die offizielle Stelle für Minijobs. Hier steht, wie viel du im Minijob verdienen darfst, ohne Steuern zu zahlen — die Grenze wird fast jedes Jahr angehoben, also schau dort die aktuelle Zahl nach, bevor du einen Vertrag unterschreibst.
Zur Minijob-ZentraleMit welchen Wörtern suche ich?
Der häufigste Fehler: auf Englisch oder zu allgemein suchen. Gib eines dieser deutschen Wörter ein, dazu deine Stadt.
Das Wort Quereinsteiger ist besonders nützlich: es bedeutet, dass der Betrieb dich auch ohne Erfahrung in dieser Branche nimmt und einarbeitet.
Was du bereithalten solltest
- Lebenslauf auf Deutsch, eine Seite reicht. Kannst du hier auf der Seite erstellen: CV-Builder.
- Steuer-Identifikationsnummer — kam per Post vom Finanzamt. Ohne sie zieht der Arbeitgeber zu viel Steuer ab.
- Sozialversicherungsnummer — steht auf dem Ausweis deiner Krankenkasse oder auf einem früheren Lohnzettel.
- Aufenthaltstitel mit Arbeitserlaubnis — prüfe, ob darin eine Beschränkung der Stunden steht.
- Deutsches Bankkonto für den Lohn.
- Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz — brauchst du für jede Arbeit mit Lebensmitteln. Termin beim Gesundheitsamt, dauert etwa eine Stunde.
Vorsicht: so erkennst du eine unseriöse Anzeige
- Jemand verlangt Geld für die Vermittlung, eine Kaution oder eine Gebühr für Papiere. Ein Arbeitgeber zahlt dir Geld — nicht umgekehrt.
- Der Kontakt läuft nur über WhatsApp, es gibt keinen Firmennamen und keine Adresse.
- Man will deinen Pass oder Aufenthaltstitel fotografiert haben, bevor du überhaupt jemanden getroffen hast.
- Sehr hoher Lohn für sehr leichte Arbeit, „sofort und ohne Deutsch".
- Du sollst ohne Vertrag anfangen und der Lohn kommt bar „später". Verlange immer einen schriftlichen Arbeitsvertrag.
- Du sollst dein Bankkonto zur Verfügung stellen oder Geld für jemanden weiterleiten. Das ist Geldwäsche und du machst dich strafbar.
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