Was ist ein ETF? Einfach erklärt – ohne schwere Wörter

🏦 Geld · 21.10.2026 · aktualisiert 30.10.2026

Ab 2027 hören viele das Wort ETF öfter. Denn im neuen Altersvorsorgedepot wird das Geld meistens in ETFs angelegt. Aber was ist das eigentlich? Hier die Antwort – so einfach wie möglich.

Ein ETF ist ein Korb

Stell dir einen großen Einkaufskorb vor. Darin liegt nicht ein Apfel, sondern ein kleines Stück von ganz vielen Firmen. Von Apple, Siemens, Toyota, Nestlé und tausend anderen.

Wenn du einen ETF kaufst, kaufst du den ganzen Korb auf einmal. Schon mit 10 oder 25 Euro im Monat.

Warum ist das gut?

  • Viele Firmen, weniger Risiko: Wenn eine Firma pleitegeht, merkst du es kaum. Die anderen sind ja noch da.
  • Günstig: Ein guter Welt-ETF kostet etwa 0,12 bis 0,20 Prozent im Jahr. Das sind 1,20 bis 2 Euro pro 1.000 Euro.
  • Kein Experte nötig: Du musst keine Aktien aussuchen. Der ETF macht das automatisch.

Und das Risiko?

Ehrlich gesagt: Der Wert geht auch runter. In der Corona-Krise 2020 fielen Welt-ETFs für kurze Zeit um etwa ein Drittel. Wer dann Angst bekam und verkaufte, hat Geld verloren. Wer weiter gespart hat, hat sich in der Vergangenheit meist wieder erholt.

Darum gilt:

  • Nur Geld anlegen, das du viele Jahre nicht brauchst.
  • Vorher einen Notgroschen auf dem normalen Konto haben.
  • In Krisen nicht in Panik verkaufen.

Welcher ETF?

Für die meisten reicht ein einziger breiter Welt-ETF. Bekannte Beispiele sind ETFs auf den FTSE All-World, den MSCI ACWI oder den MSCI World. Der Unterschied: All-World und ACWI enthalten auch Länder wie Indien und China. Der MSCI World nur Industrieländer.

Fünf bekannte Welt-ETFs mit ISIN und Kosten haben wir auf unserer Seite zum Altersvorsorgedepot aufgelistet. Das ist keine Kaufempfehlung, nur eine Übersicht.

Altersvorsorgedepot und 5 Welt-ETFs

Drei Wörter, die du kennen solltest

  • ISIN: Die Ausweisnummer des ETFs. Zwölf Zeichen, zum Beispiel IE00B4L5Y983.
  • TER: Die Kosten pro Jahr in Prozent.
  • Thesaurierend (Acc): Die Gewinne werden automatisch wieder angelegt.

So fängst du an

  • Entweder im Altersvorsorgedepot ab 2027 – mit Zulage vom Staat, aber Geld erst ab 65.
  • Oder in einem normalen ETF-Sparplan bei einer Bank oder einem Online-Broker – ohne Zulage, aber jederzeit verfügbar.
  • Viele machen beides.

Wichtig: Das ist keine Anlageberatung. Stand Oktober 2026. Wenn du unsicher bist, frag bei der Verbraucherzentrale nach.

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